23.12.07

Almost white Christmas





Nun auch 2 Winterimpressionen vom Karlsruher Uni Campus.
Schönes Fest euch allen!

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6.12.07

Neue Entdeckungen II


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10.7.07

RUG - doei!

Das laengste akademische Jahr meiner bisherigen Uni-Laufbahn ist heute mit der letzten Finance1 Klausur zu Ende gegangen. Nach fast 10 einhalb Monaten, nur unterbrochen durch Weihnachten und meinem selbstverordneten Kanada Urlaub (waehrenddessen war Vorlesungszeit), sind nun endlich Ferien angesagt!
Dabei habe ich insgesamt in 4 Bloecken 11 Kurse besucht, 15 Klausuren geschrieben, und etwas ueber 60 EC Credits geholt. Dabei ist es mir gelungen einige interessante Kurse ohne Assignments zu finden, was den Lernaufwand auf Klausuren beschraenkt hat, und ich mich nicht in endlosen Hausaufgaben und Referate verzettelt habe.
Ich weiss auch nicht wie ich das so nebenher geschafft habe. Aber ich denke, dass ich fast mehr gemacht habe, als ich in Karlsruhe haette schaffen koennen. Auf jeden Fall habe ich mir jetzt noch einpaar ruhige Tage in Groningen verdient, und dann wartet erstmal Urlaub auf mich!

Also Goodbye Rijksuniversiteit Groningen.

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8.7.07

KIT Sommernacht

Das Society-Highlight in Karlsruhe fand gestern abend statt - die Sommernacht des Karlsruhe Institute of Technology. Aus dem schnöden Uniball hat man mit Elitegeld, Sponsoren (Vodafone und Mercedes-Benz - angeblich hatte sich sogar Dieter Zetsche angekündigt!) und ein bisschen Eintritt (dazu später) ein Megaevent im Schlosspark mit Sterne-Gastronomie, kostenlosen Getränken, mehreren Tanzbühnen, Showspektakel und Großfeuerwerk in einer wunderschönen Atmosphäre geschaffen.

Das Event litt in der Vorbereitungsphase an schlechtem Marketing (keiner wusste wirklich was das werden sollte) und an sehr ambitionierter Preisgestaltung: 60€ für Normalos (inkl. 30€ Verzehr und ein Cocktail) und 30€ für Studenten (inkl. 15€ Verzehr und ein Cocktail). Angeblich dank eines weiteren Sponsors (böse Zungen schieben es nur auf den schleppenden Vorverkauf) wurden diese Preise dann auf 20€ / 10€ gekürzt - ohne die Verzehrgutscheine zu verändern - 15€ Verzehr und Freigetränke - da kann der Wiwi in uns natürlich nicht mehr nein sagen und wir haben in größerer Gruppe zugeschlagen.

Samstagabend hieß es dann rausgeputztes Treffen um 8.00 am Schloß - schließlich stand auf Einladung, Ticket und Postern Beginn 8.00 Uhr - Pustekuchen das ganze hatte bereits um 6.30 Uhr begonnen und so kamen wir mit circa 85% der Besucher endlich um 8.30 (halbe Stunde Schlangestehen) aufs Gelände und konnten aus der Ferne die lezten Sätze der Begrüßungsrede (die um 8.10 begonnen hatte) hören. Unsere Aufmerksamkeit war eh von Speisekarte und Getränkekarte gefesselt: vier verschiedene Weine, Biere, diverse alkoholfreie Getränke lassen sich bereits gut an aber das Essen hat noch einiges obendrauf gesetzt - ein Auszug:

Hotel Erbprinz, Ettlingen:
Saltimbocca vom Schweinefilet mit Safran-Risotto und glacierten Perlzwiebeln 10,00€

oder Zum Löwn in Eggenstein:
Pochiertes Hohenloher Jungbullenfilet in mediterraner Kräuterjus auf Pfifferlingen und Luachgemüse

für zwischendurch Chocolaterie "Das Beste zum Schluss":
Variationen aus der Chocolaterie Terzett von Sommertrüffeln, Orangenkaramellgebäck, Schokoladenspezialitäten 6,00€

lieber was deftiges? Barbecue Hotel Ritter Brasserie:
Spanferkelkotelett vom Grill mit Altbier-Marinae Kartoffelspeckkuchen, Weißkrautsalat und Merretich-Apfel-Schwand 15,00€

ach wir lieben das Meer? Hotel Restaurant Deidesheimer Hof
Gebackene Praline von Hummerkrabben auf Chinoise Gemüse und Zitronengrasssauce 10,00€

Ich könnte noch lange weiter machen... - interessanterweise und besonders entäuschend war insgesamt nicht das Geld der den Verzehr limitierende Faktor sondern die teils absurden Schlangen - halbe Stunde fürs Schweinefilet, anderthalb für Crepe, eine Stunde für Cocktail, 20 Minuten für Kaffee... Nur die Getränkestände waren sehr zackig (bis auf ein paar Gläserengpasssituationen), so dass wir einen guten Bezug den Weinen entwickeln konnten ;)

Wie eingangs erwähnt gab es noch weitere Zutaten für das gelungene Event - Location, Specials wie Zigarrenrollerinnen oder ein Casino (ohne Einsätze, nur Spielgeld - also eher langweilig), Showgruppen und das große Mitternachtsfeuerwerk.

Man feiert sich selbst in Karlsruhe und wir waren gerne dabei - des Textens überdrüssig verweise ich auf visuelle Eindrücke:

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22.6.07

Entgegenkommen von Professoren

Das momenante Motto des Blogs - Universitäten in Deutschland. Um Christophs Ausführungen zu ergänzen zitiere ich mal die Email die ein bekannter Logistik-Prof. der Uni Karlsruhe mir auf eine Anfrage bezüglich der Möglichkeit einer außerplanmäßigen Prüfung hin geschrieben hat. Vielen Dank kann ich da nur sagen!
Guten Tag,

wie Sie wissen, wird zu Beginn der Vorlesung angekündigt, dass die Prüfung direkt im Anschluss an die Vorlesung abgehalten wird.

Sie können jedoch ohne Probleme die Diplomarbeit beginnen, wenn Ihnen nur noch eine Prüfung fehlt.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

Kai F
Wohlgemerkt geht es hier um eine Vorlesung die stets mündlich geprüft wird und deren Inhalt sich nie ändert - nein da wäre es nicht möglich gewesen in den nächsten vier Monaten mal ein 30 Minuten Zeitfenster zu finden... Wenns beim Bachelor genau so viel Entgegenkommen hagelt dann bin ich mal gespannt wie das mit den Höchststudiendauern und Ausschlussfristen klappen wird... Habe ich mich schon bedankt bei dem Professor?

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21.6.07

"Ende einer Lebensform"

Da ich gerade diese beiden hochinteressanten Artikel ueber das deutsche Hochschulwesen gelesen habe, und ich mich ausserdem in diesen Tagen mit dem Karlsruher Bachelor und Masterprogramm fuer Wirtsschaftsingenieure auseinandergesetzt habe, moechte ich auch noch einpaar Gedanken zum Einfuehren von Bachelor- und Masterschluessen loswerden.

Ende einer Lebensform
Unsere Universität ist tot (quelle Sueddeutsche Zeitung)

Bei genauem Nachlesen der Bachelor und Masterstudienordnung fuer alle Erstsemester ab diesem Sommer faellt doch vor allem auf, wie wenig durchdacht bei der Einfuehrung vorgegangen wird. Grundsaetzlich kann man sagen, dass der alte Diplomstudiengang einfach in ein 3-jaehrigen Bachelor plus einen 2-jaehrigen Masterstudiengang gezwaengt wurde. Es wurden keinerlei Vorlesungen veraendert oder neue Module geschaffen, sondern alte Vorlesungen glatt uebernommen. Zum Glueck hatte ein halbjaehriges Praktikum keinen Platz mehr im 3-jaehrigen Bachelor, sodass der Zwang ein halbjaehriges Praktikum zu machen abgschafft wurde. Welchen Sinn darin besteht nach 3 Jahren einen Abschluss zu besitzen, der zu Haelfte aus Grundvorlesungen in Mathematik, Informatik und wenigen technischen Grundbegriffen besteht, und zu anderen Haelfte in einer Spezialisierung in 2 Semester in der Weite von BWL, VWL, Informatik und Ingenieurwissenschaften besteht, ist aeusserst fraglich.
Dazu verliert man eine Menge an Vorlesungszeit, da man sich an eine Bachelorarbeit setzen muss, deren wissenschaftlicher Betrag doch eher gering sein sollte...
Wenn ich bedenke , was ich nach 3 Semester konnte: ich hatte einpaar Kenntnisse im Fahrzeugbau und Produktionstechnik. Zum anderen war ich nach 3 Semestern noch nicht im Ausland, hatte keine BWL und VWL. Da frage ich mich schon, wer haette mich da eingestellt?!?!

Der folgende Master sieht auch nicht sonderlich spannend aus. Er ist eigentlich eine Fortsetzung von dem was man bisher im Bachelor gelernt hat. Eine besondere Schwierigkeit von Mastervorlesungen ist also nicht auszumachen, da es keinen Unterschied macht, ob bestimmte Vorlesungen im 3. oder 5. Jahr belegt werden.

Ein weiteres interessantes Problem wird sein, wie sich ein einjaehriger Auslandsaufenthalt in ein so striktes Programm einbauen laesst. In meinen Augen ist es unmoeglich!
Eine genauere konzeptionelle Ausarbeitung waere also dringend notwendig gewesen, anstatt es sich im Eilverfahren besonders einfach zu machen.

Wie euch wahrscheinlich beim Lesen, des 2. Artikels aufgefallen ist, passt dieser nicht ganz zu den Problemen des Bachelor/Master, sondern hiermit moechte ich meine Freunde der Geisteswissenschaftler gruessen, vor allem fuer euch scheinen mir die Bachelor und Masterstudienganege noch viel weniger sinnvoll. Ausserdem werde ich meine Position gegenueber Geisteswissenschaftler ueberdenken, was vielleicht interessante Diskussionen mit meinem Muenchner Kollegen ueberfluessig macht! ;-)

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4.4.07

Grontoholm featuring Knut

Ja wir haben uns lange genug dem Trend verwährt aber heute kann ich es nicht mehr vermeiden über den beliebtesten Eisbären der Welt zu schreiben. Als ordentlicher Student wollte ich mich heute auf meinen Corporate Finance Kurs vorbereiten und durfte dann folgendes auf der Kurs-Website lesen - wohlgemerkt dies kommt von meiner Professorin:
Wed, Apr 04, 2007 -- Winter-2007-ECO359H1-S-LEC0101: Cute Knut and the Berlin Zoo Stock Price. (Posted by: Ekaterina Malinova)

The baby polar bear finally made headlines in the Globe and Mail, and believe it or not, he is in the BUSINESS section! (So, in case you never read it, you may want to reconsider).

G&M: "If you think your life is exhausting, spare a thought today for little Knut, the world's most famous polar bear." (I second this statement).

Globe and Mail's article is here: Berlin's little bear turns zoo into a financial circus.

The picture in the G&M doesn't quite reflect how cute the cub is, so if you have haven't yet seen this baby bear, check out Knut videos on YouTube. I personally like the ones posted by ballynow. You can start with Filmstar Knut posted in mid-February and work your way up if you wish to see the cub slowly but steadily growing into a bear (also, yesterday's Hallo Knut video shows him shortly after birth).
Ja Knut ist wirklich in Kanadas wichtigster Tageszeitung - der Artikel wird bereits auf der Titelseite angekündigt. Wer von den überall vorhandenen Standard-Knut-Fotos genug hat kann ein paar sehr gelungene auf der Website meines Onkels sehen.

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29.10.06

Es gibt sie doch .....(2)

die Klausuren und die Uni....!

Mit Erschrecken musste ich feststellen, dass auch hier in Groningen mitten im Herbst Klausuren anstehen. So bin auch ich in den letzten Tagen gezwungen, mich desöfteren an Orten wie der Bibliothek blicken zu lassen und dort auch das eine andere Mal bis zum Anbruch der Dunkelheit zu verweilen....

So werde ich in einer Woche meine ersten beiden Klausuren in den Fächern "International Economics and Trade" und "Corporate Governance, Finance and Strategy absolvieren. Es sind meine ersten Klausuren auf Englisch, wodurch ich etwas nervös bin, da ich meine letzten verfassten englischen Texte vor sage-und-schreibe 6 Jahren in der Schule geschrieben habe. Doch trotz meinen ausgeschweiften nächtlichen Aktivitäten habe ich es - wegen harter Übung in Karlsruhe - geschafft, in jede Vorlesung zu gehen. Deshalb bin ich in meiner Lernphase schon ziemlich weit, sodass ich mich auf die nächsten Abende (Mo, Di) schon wieder freuen kann. Außerdem bleibt dadurch auch etwas Zeit diesen Beitrag zu verfassen.

So blieb mir auch gestern etwas Zeit in die Ausstellung des World-Press-Photo-Wettbewerbes zu gehen.

Einige Bilder könnt Ihr euch hier anschauen.

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26.10.06

Es gibt sie doch ...

... die Ausrede!

Ja ich gestehe, meine letzter Beitrag ist schon längst überfällig!

Leider hatte ich die letzten Wochen einiges an der Uni zu leisten und kam nicht mehr zum feiern, vom bloggen gar nicht zu reden.
Immerhin habe ich jetzt die erste von 4 Perioden hier absolviert!

Also die letzten 2 Wochen im Schnelldurchlauf:
4 Abgaben, 2 Präsentationen, 2 Klausuren!
Dazwischen eine Woche meine Eltern hier am rumtrudeln...
(Wie sind eigentlich die Fotos geworden?)
Manu & Freundin aus Darmstadt waren auch noch 3 Tage da.

Meine letzte Abgabe war diesen Mittwoch, heute hat die 2. Periode angefangen.
Wobei gleich in den ersten 2 Vorlesungen klargemacht wurde, dass wir jetzt schon hinter dem Zeitplan sind..
Zur Abhilfe bitte 3 Bücher a 500 Seiten durchlesen und zusammenfassen :)
Ich liebe schwedisches Erasmusprogramm.

Ich will nicht rumjammern aber jetzt fängt hier auch noch der Winter an .. 5 Grad und Dauerregen, ah bevor ich es vergesse Muskelkater habe ich auch noch!


Sonst geht es mir gut und vielleicht birgt das Wochenende ja ein paar positive Überraschungen ;)

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25.10.06

Studieren in Toronto

Nachdem die beiden Europäer bereits über Ihre Erfahrungen an ihren neuen Lehranstalten berichtet haben will ich das hier auch mal tun.

Der größte Unterschied zum Studium in Deutschland ist sicherlich der hohe Servicefaktor - sei es im International Student Centre, direkt beantwortete Emails an Professoren oder Klausuren die in maximal zwei Wochen korrigiert sein müssen - stets hat man das Gefühl, dass sie die Universität wirklich um einen kümmert. Ich will jetzt gar keine Diskussion lostreten ob dies aufgrund der $10000 Studiengebühr pro Jahr ist oder ob es einfach ein anderes Selbstverständnis der Universität als Ort der Lehre ist.

Im Studienalltag fällt die hohe Konstanz an Arbeitsaufwand auf - so gibt es notenrelevante Pflichthausaufgaben, Mitarbeitsnoten und regelmäßige Zwischenprüfungen. So habe ich nach knapp zwei Monaten hier bereits fünf Prüfungen hinter mir (heute Abend kommt die nächste) - da sehnt man sich schnell an die Karlsruher Fernuniversität zurück! Dazu kommen noch Team- und Einzelprojekte die teilweise einen Großteil einer Kursnote ausmachen können.

Apropos Kurse - ich belege hier in diesem Semester fünf Kurse (2x OR, Integrierte Produktion, Derivate, Spieltheorie) was eine gut machbare Menge ist. Die lokalen Studenten machen oft weniger, da sie aufgrund der Studiengebühren und nicht vorhandenem Bafög oft neben der Uni arbeiten müssen. Ein Kurs besteht im Normalfall aus 3x50Min. Vorlesung + evtl. Tutorien / Übungen.

Nun noch kurz zur Universität: Die UoT ist stark von ihrer Größe geprägt - die 50Min Vorlesung ergeben sich aus der Tatsache, dass man innerhalb von 10Min es knapp schaffen kann auf dem riesigen Campus (mit Hauptstraßen, Ampeln und eigener Polizei) zum nächsten Hörsaal zu kommen. So hat es für mich sicherlich zwei Wochen gedauert bis ich ich einigermaßen pünktlich meine diversen Lehrveranstaltungen finde - es gibt hier sogar einen Visitor's Centre der Campustouren für Touristen veranstaltet.

Eine kleine Karte um die Größe halbwegs zu verdeutlichen:



Hier gibt es noch eine nett aufbereitete Karte mit Erklärungen zu einigen Orten.

Die Größe bedeutet gleichzeitig aber auch eine traumhafte Ausstattung: Das UoT Bibliothekensystem ist das drittgrößte Nordamerikas und die 24-h-Hauptbibliothek ist so groß, dass die Karlsruher Bib schätzungsweise 3-4 Mal reinpasst. Es gibt zwei voll ausgestattete Sportcenter (komplett umsonst für Studenten), zig Campuszeitungen (allesamt besser lesbar als UNIKATH) und zig nett ausgestattete Studetenlounges.



Es gibt aber auch einige Schattenseite:
ES GIBT KEINE MENSA - statt dessen hat man eine Auswahl an von externen Franchisern betriebenen Cafeterien mit PizzaPizza, Mr. Sub oder Starbucks Filialen - allesamt teuer und ungesund. Dazu gibts noch Hotdog und Asia-Verkaufsstände auf den Campusstraßen - weniger teuer und wahrscheinlich noch ungesunder.
SCHLECHTE COMPUTERPOOLS - zu wenige, zu klein, eingebrannte Röhrenmonitore - mehr braucht man nicht sagen...
SEHR ANONYMES STUDIUM - da alle aufgrund der hohen Studiengebühren und dem Eliteanspruch der UoT in Kanada extrem angespannt und gestresst sind ist es wahnsinnig schwer mit Leuten in Kontakt zu kommen und auch Erasmus-style Parties sind hier unbekannt (vielleicht auch aufgrund der höheren Alkoholpreise...)

Soviel zum Studium in Kanada - mir macht es bisher Spaß und ich kann es jedem weiterempfehlen - aber Karlsruhe muss sich weniger verstecken als irgendwelche Weltweit-Rankings Glauben machen wollen...

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13.10.06

Lasst uns nach Hause fahren!


Jungs, was wollen wir eigentlich im Ausland? Gerade kam die Meldung des Freitags, der 13.!

"Bund und Länder wollen in der Exzellenzinitiative drei Universitäten als Elitehochschulen fördern - unter zehn Bewerbern setzten sich die Universitäten München, Karlsruhe und die Technische Universität München durch."

Unsere geliebte Heimat-Uni die "Technische Univerisität Karlsruhe - Forschungsuniversität - gegründet 1825" ist damit eine von nur drei Elite-Uni´s!!

Ich würde sagen, packen wir die Koffer und fahren nach Hause! Denn wo kann man besser studieren als an unserer eigenen Uni???

Was mich jetzt interessieren würde, haben die sich wirklich mal in Karlsruhe umgesehen? Wurden da auch mal Vorlesungen besucht? Wurden da veraltete Skripte genauer unter die Lupe genommen? Wurde auch mal eine Klausur als Test mitgeschrieben? Wurde in den verschiedensten Sekretariaten und Ämtern versucht eine Auskunft zu erhalten oder ein Termin vereinbart? Wurden Grundstudiums-Vorlesungen besucht??????
Oder wurde alles aufgrund von Papieren und Unterlagen entschieden?

Auch wenn diese wenigen Fragen ein wenig Kritik äußern sollen.... Ich freue mich riesig für unsere Uni!

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12.9.06

Rijksuniversiteit

Jaja, ich war inzwischen auch schon in der Uni. Nach einer harten, anstrengenden Einführungswoche begann am Montag vor einer Woche für mich und alle anderen Studenten an der Rijksuniversiteit von Groningen das Semester. Nach der ersten Woche kann ich so langsam einen kleinen Überblick über das Universitätsleben in Groningen geben.

An der Universität studieren ca. 20000 Studenten in 10 verschiedenen Fakultäten, von Medizin über BWL bis zu Anglistik....
Der alte ehrwürdige Teil der Universität befindet sich direkt im Stadtzentrum von Groningen. Meine Fakultät für Economics, Business and Management befindet sich aber auf einem neuen Campus am nördlichen Stadtrand von Groningen, ganze 5min mit dem Fahrrad von meinem Wohnheim entfernt. Alle meine Vorlesungen befinden sich entweder in dem gerade von Renovierungsarbeiten betroffenen WSN-Gebäude oder in einem wunderschönen neuem Zernike-Komplex, in dem ein Seminarraum neben dem anderen ist. Größere Vorlesungen gibt es hier eher wenige. Die meisten Vorlesungen haben eher Seminar-Charakter. Im Zernike befindet sich auch eine von vielen Kantinen, die alle dadurch bestechen, das man kein warmes Essen bekommt. Eine richtige Mensa kennen die Groninger nicht und mit Wehmut denke ich an die lengendären 2,5h Mittagspausen mit 2Kaffee und 2 Eis in Karlsruhe zurück. :-)

Ein weiterer Unterschied zu Karlsruhe ist, dass ich hier endlich in den Genuss der akademischen Viertelstunde komme. So beginnen alle Vorlesungen eine Viertelstunde nach der vollen Stunde und dauern meistens 2 Stunden, wobei man in jeder Vorlesung eine 15minütige Pause hat!!! Was einem hilft auch in der 2.Hälfte nicht nur zu schlafen....

Die Unterrichtssprache ist in allen meinen Kursen Englisch! Die 3 Professoren, die ich habe, sprechen alle ein sehr gutes Englisch. Man merkt, dass sie es gewohnt sind die Vorlesungen auf Englisch zu halten, und es nicht wie in Karlsruhe bei einem verzweifelten Versuch bleibt. Auch alle Studenten können sich in sehr gutem Englisch an den Diskussionen beteiligen. Nur die Aussprache des "u" wird manchen Holländern für immer ein Rätsel bleiben. z.B. "under" klingt ungefähr so "öünder" :-)

Das Studienjahr ist in 2 Semester unterteilt mit jeweils 2 Perioden:
1.1. : 1.9.06 bis 10.11.06
1.2. : 13.11.06 bis 12.2.07
2.1. : 14.2.07 bis 15.4.07
2.2. : 16.04.07 bis 15.7.06
da mag sich einer fragen, wann sind da die Semesterferien. Ja, das frage ich mich auch. Die gibts hier einfach nicht. Dann wohl erst wieder in Karlsruhe.....

Nun zu meinen Kursen:
Ich belege dieses Semester folgende Kurse:

Corporate Governance, Finance and Strategy (10 EC)
Markets and Competion (10 EC)
International Economics and Trade (5 EC)

wobei die ersten beiden Masterkurse und der letzte ein Bachelorkurs ist. Zwischen den Ansprüchen für Master- and Bachelorkursen bestehen gewaltige Unterschiede. So kommt man in einem Bachelorkurs ohne Probleme mit. Für einen Masterkurs ist ein eigenes Selbststudium von diversen Artikeln und Büchern unerlässlich (.....mal sehen....).

Für jede dieser Vorlesung muss man sich ein 50Euro teures Buch zulegen, da in den Vorlesungen nur einen kleinen Teil aus diesen Büchern besprochen wird, für die Klausur aber alles Wissen vorausgesetzt wird. So soll ich "im Prinzip" jetzt schon nach einer Woche jeweils 100 Seiten lesen. Naja, ich habe die Bücher inzwischen bestellt, zum Glück sind sie noch nicht da.

Desweiteren startet dieses Donnerstag mein Dutch-Language-Kurs, den ich bis Weihnachten
3 Stunden die Woche besuchen will.

Morgen möchte ich die Universitätsbibliothek besuchen, um meine vielen Seiten Literatur zu lesen.....Einen speziellen Bib-Artikel folgt in den nächsten Wochen. Schöne Fotos sind schon im Kasten. Ich muss aber erst die spezielle Atmosphäre kennenlernen.....

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